AG "Wir hören zu"
Wie kommen Wissenschaft und Gesellschaft besser miteinander ins Gespräch?
In einer Zeit wachsender Skepsis gegenüber Wissenschaft und zunehmender Desinformation braucht es Orte, an denen Menschen einander wieder zuhören. Gerade weil wissenschaftliche Themen und auch die wissenschaftliche Arbeitsweise eine immer größere Rolle in gesellschaftlichen und politischen Debatten spielen. Die Arbeitsgruppe „Wir hören zu“ beschäftigt sich genau mit dieser Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.
Sie fragt:
- Was bewegt Menschen wirklich?
- Was wollen sie wissen?
- Wo entstehen Zweifel, Sorgen oder Misstrauen – und warum?
- Was sind ihre Erwartungen an die Wissenschaft?
Unser Ansatz
Die AG „Wir hören zu“ arbeitet daher an dem gleichnamigen Projekt „Wir hören zu“, mit dem sie ihr Anliegen praktisch umsetzen möchte: zuhören, Perspektiven sichtbar machen und Dialog ermöglichen. Es bringt Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch und besteht aus zwei zentralen Bausteinen.
1. Die Roadshow – vor Ort im Gespräch
Mit einer Roadshow gehen wir dorthin, wo Menschen leben und sich begegnen: in Supermärkte, Schulen, Kulturzentren, Vereine, auf Marktplätze und in Regionen, in denen Wissenschaft sonst kaum präsent ist.
Vor Ort schaffen wir offene Dialogformate auf Augenhöhe. Menschen können ihre Fragen, Zweifel, Wünsche und auch ihre Kritik äußern – anonym, wenn sie möchten, und ohne Bewertung.
Formate vor Ort können zum Beispiel sein:
- Analoge Dialogformate wie Zettelwände, kurze Beteiligungsfragen oder spielerische Formate (z. B. „Wissenschaft mit Demokratie vs. Wissenschaft ohne Demokratie“)
- Offene Begegnungen und Gespräche mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf Augenhöhe
- Digitale Beteiligung, bei der Teilnehmende über Smartphones oder Tablets ihre Perspektiven teilen können
Uns interessiert dabei besonders:
- Was Menschen wirklich über Wissenschaft wissen wollen
- Was ihnen Sorgen macht oder Misstrauen auslöst
- Welche Themen sie im Alltag beschäftigen
- Was sie von Wissenschaft erwarten – und was nicht
2. Die digitale Beteiligungsplattform – Perspektiven sammeln
Ergänzend zur Roadshow entsteht eine digitale Beteiligungsplattform, über die Menschen auch unabhängig von Veranstaltungen ihre Sichtweisen einbringen können.
Die Plattform arbeitet mit unterschiedlichen Formaten, zum Beispiel:
- offenen Fragen
- Einschätzungen oder Skalierungen
- Auswahl- oder Multiple-Choice-Fragen
Sie kann eigenständig genutzt werden, wird aber auch direkt in die Roadshow eingebunden. So können möglichst viele Stimmen gehört werden – auch von Menschen, die nicht an Veranstaltungen teilnehmen.
Was danach passiert
Alle Rückmeldungen aus der Roadshow und von der Beteiligungsplattform werden gesammelt und ausgewertet.
Auf dieser Grundlage entwickelt die AG in einem nächsten Schritt weitere Formate und Inhalte, die sich an den tatsächlichen Fragen, Erwartungen und Anliegen der Menschen orientieren.
So wird Wissenschaft als etwas erfahrbar, das zuhört, nachfragt und dazulernt – und als Teil einer lebendigen Demokratie verstanden.
Mitmachen
Die AG „Wir hören zu“ lebt von Menschen, die Dialog mitgestalten möchten.
Wir freuen uns über:
- Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus allen Fachrichtungen und aus möglichst vielseitigen Regionen
- Menschen mit Interesse an Austausch, Moderation oder Organisation
- Engagierte, die bei der Roadshow oder der Beteiligungsplattform mitarbeiten möchten
- Regionale Partnerinnen und Partner, die Orte, Kontakte oder Unterstützung einbringen
Du willst die Roadshow in deine Stadt holen oder mitwirken?
Melde Dich gerne direkt bei
DE
EN